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(II,8,8) PETRUS: Wunderbar und höchst erstaunlich ist, was du er zählst. Das Wasser, das aus dem Felsen strömt, erinnert mich an Mose [vgl. Num 20,7-11]; das Sichelmesser, das aus der Tiefe des Wassers emporkommt, an Elischa [vgl. 2Kön 6,5-7];  das Gehen über das Wasser an Petrus [vgl. Mt 14,28-29]; das Gehorchen des Raben an Elija [vgl. 1Kön 17,4-6]; die Trauer über den Tod des Feindes an David [vgl. 2Sam 1,11-12]. Wenn ich all das erwäge: Dieser Mann war erfüllt vom Geist aller Gerechten.

(II,8,9) GREGOR: Petrus, gib acht! Der Mann Gottes Benedikt besaß den Geist des Einen, den Geist dessen, der die Gnade der Erlösung schenkt und die Herzen aller Berufenen erfüllt. Von ihm sagt Johannes: »Er war das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt«  [vgl. Joh 1,9]. Und weiter: »Aus seiner Fülle haben wir alle empfangen« [vgl. Joh 1,16].

Die Heiligen Gottes können Wunderkräfte vom Herrn empfangen, nicht aber anderen weitergeben. Er gab denen, die sich ihm unterwarfen, Zeichen der Wunderkraft, denen, die sich ihm widersetzten, wollte er aber nur das Zeichen des Jona geben [vgl.Mt 12,39; 16,4]; er will in den Augen der Hochmütigen sterben, in den Augen der Demütigen auferstehen, damit die einen sehen, was sie verachten, die anderen, was sie verehren und lieben.

Aus diesem Geheimnis ergibt sich, dass die Stolzen im Tod nur die Schmach sehen, die Demütigen dagegen den Tod als Ruhm Seiner Macht erkennen.

(II,8,10) PETRUS: Lass mich nun bitte wissen, wohin der heilige Mann gezogen ist und ob er auch dort Wunder getan hat.

Ein befestigter Ort mit Namen Casinum liegt am Abhang eines hohen Berges.